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Entscheidung über das 50km Gehen

Auf Druck des IOC entscheidet die IAAF über die Zukunft des Gehens. Über einige Änderung wird in der Councilsitzung des IAAF am 12. und 13. April 2017 in London abgestimmt.

Autor: Hagen Pohle
Kategorie: Nachrichten
201713Apr

Der IOC will das Programm der Olympischen Spiele in den kommenden Jahren anpassen und damit wieder jüngere Zielgruppen erreichen. Dem fällt auch das Gehen zum Opfer. So hat die IAAF Änderungen im Gehen angeraumt. Dabei soll das Gehen über 50km nach den Team-Weltmeisterschaften 2018 aus dem Programm von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen gestrichen werden. Die 20km sollen einem Gehwettbewerb über die Halbmarathondistanz weichen.

Als dies kurz vor der Abstimmung in Geherkreisen bekannt wurde, formierte sich Widerstand, angeführt von den besten Geher der Welt, unter anderem die beiden letzten Olympiasieger der 50km, Matej Toth (SVK) und Jared Tallent (AUS). So unterzeichneten ca. 70 olympische Geher einen gemeinsamen Brief, welcher an IAAF und IOC gerichtet war, in welchem sie sich gegen das Streichen der längsten Leichtathletikdisziplin aussprechen, zumindest bis 2020, und für die Zeit danach eine Diskussion auch mit den Athleten anregen. Gleichzeitig wurde eine Petition gestartet, welche bis jetzt 9300 Unterschriften hat.

> Zur Petition

> Bericht der Irish Times

> Bericht von insidethegames

> Bericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung

> Bericht der Potsdamer Neuesten Nachrichten

> Bericht der TAZ

 

Entscheidung der IAAF

Die IAAF hat sich am heutigen Donnerstag entschieden. Für das Leichtathletikprogramm bei den Olympischen Spielen in Tokio 2020 wird es keine Änderungen und Streichungen geben. Damit wird es nochmals eine olympische Entscheidung im 50km Gehen der Männer geben. Dies begründet IAAF-Präsident Lord Sebastian Coe damit, dass die IAAF eine Verantwortung den Athleten gegenüber trägt und deshalb sein Programm nicht innerhalb des Olympiazyklus streichen wird. 

Dies lässt die Zukunft des Gehens nach den Olympischen Spielen in Tokio völlig offen. Damit hat die Gehergemeinde einen kleinen Erfolg erreicht. Nun heißt es Lösungen für die Zeit danach zu finden. Ein Kritikpunkt der Sportler war, dass die Entscheidung hinter dem Rücken von Sportlern und Trainern stattfand. Dies sollte sich nun ändern, um eine gemeinsam eine Lösung für die Zukunft des Gehens zu finden, hoffentlich mit den 50km auch über 2020 hinaus.

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