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Gehernachwuchs trainiert gemeinsam in Kienbaum

Vom 20. bis zum 22. Oktober kamen die besten deutschen Nachwuchsgeher im Olympischen und Paralympischen Trainingszentrum Kienbaum auf Einladung der Bundesnachwuchstrainerin Manja Berger zusammen. Dabei wurden Freundschaft gepflegt bzw. neugeknüpft, aber auch fleißig trainiert.

Autor: Hagen Pohle
Kategorie: Nachrichten
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"Das Olympische und Paralympische Trainingszentrum Kienbaum ist eine Oase der Ruhe mit qualitativ hochwertiger Ausstattung, wo sich die Spitzenathleten in waldreicher Luft und fernab von jeglichen Trubel auf die Höhepunkte der Saison vorbereiten können.", so wirbt das Trainingszentrum auf seiner eigenen Homepage. Und in diese Bedingungen wollten auch die Nachwuchsgeher hineinschnuppern. 

Von Freitagnachmittag wurde bis Sonntagmittag gemeinsam trainiert. Über Spiele zum gegenseitigen Kennenlernen, einer längeren Geheinheit bis zum Schwimmen war das Training abwechslungsreich gestaltet. Aber auch einige Test zum Ermitteln der Schnelligkeits- und Ausdauervoraussetzungen wurden durchgeführt.

Angefangen hat es allerdings mit einem Blick in die Geschichte. Nach dem Beziehen der Zimmer traf sich die Gruppe aus Sportlern der SpVgg Niederaichbach, der LG Vogtland, des ASV Erfurt, des Erfurter LAC, des SV Halle und des SV Lok Aschersleben vor der Unterdruckkammer. Diese wurden bis zur Wiedervereinigung von den in Kienbaum trainierenden Sportlern genutzt, um unter Höhenbedingungen zu trainieren. Seitdem ist die Kammer unbenutzt, wurde von den Mitarbeiter des Trainingszentrums allerdings gepflegt und als Museum hergerichet. So erhielt man einen tollen Eindruck und fühlte sich in der Zeit zurückversetzt.

Im Anschluss hieß es sich besser kennen zu lernen. Von den Wettkämpfen kannten sich die meisten schon, doch nun hieß es auch die Person hinter der Startnummer kennenzulernen. Dabei wurden positive und negative Charakteriegenschaften, Hobbys und weitere Dinge zu Tage getragen. Nach dem Abendessen wurde noch ein intensive Kraftkreis absolviert, so dass anschließend alle müde in die Betten fielen.

Am Samstag hieß es eine lange Geheinheit zu absolvieren. Für einige war es das bisher längste Gehtraining. Nach einer Erwärmung mit Gymnastik und Geher-ABC traf man sich auf der Asphaltrunde, eine 2,5km-Runde im Wald. Beste Trainingsbedingungen für Ausdauersportler, bei der auch der Trainer ständige Kontrolle hat. Von 6km bis 12,5km absolvierten die Lehrgangsteilnehmer ihre Runden.

Am Nachmittag ging es zum Schwimmen. Unter der Leitung des Leipziger Harry Neumann wurden je nach Leistungsstand diverse Programme in den verschiedenen Schwimmarten absolviert. Außerdem standen nun einige Test an, bei denen die Schnelligkeitsvoraussetzungen getestet wurden. Dafür hat Harry Neumann extra einige Messplatten mitgebracht und die Sportler waren mit vollem Ehrgeiz dabei. 

Der Abend kling mit einigen kleinen Spielen aus. Der nächste Test stand am Sonntag auf dem Plan. Nun ging es um Ausdauer. Dazu wurde der Coopertest genutzt. Dabei wird 12 Minuten gelaufen, soweit wie möglich. Für eine extra Portion Motivation sorgten die ausgeteilten Startnummern und das damit verbundene Wettkampfgefühl.

Den Abschluss machte ein Vortrag von Teresa Zurek, welche über ihren Weg zum Gehsport und ihre Erfahrungen auf dem Weg zur U20-Vizeeuropameisterin berichtete. 

So ging es nach dem Mittagessen gut gestärkt, erschöpft, voller neuer Erfahrungen und mit reichlich neuer Motivation für die kommende Saison in Richtung Heimat. 

Die Geher und Geherinnen waren wieder mit vollem Einsatz und großer Disziplin dabei. So wird das Trainingslager wohl wieder lange in Erinnerung bleiben, auch weil Bundeskaderathleten wie Christopher Linke, Johannes Frenzl, Hagen Pohle und Teresa Zurek dem Trainingslager einen Besuch abstatteten 

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