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Viele Wettkampfmöglichkeiten für Geher

In den vergangenen Tagen gab es reichlich Möglichkeit sich im sportlichen Gehen zu messen. Dabei brachten sich auch zwei neue Veranstalter ins Geschäft.

Autor: Hagen Pohle
Kategorie: Nachrichten
201816Jun

Im Osten der Republik war in den vergangenen Tagen viel los. Die Geher und Geherinnen hatten die Qual der Wahl, an welcher Gehsportveranstaltung sie teilnehmen. Am Wochenende wurden Wettbewerbe im Bahngehen in Eilenburg, Halle (Saale) und Beeskow angeboten. Am Mittwoch war ein Wettbewerb im 10000m Bahngehen ins Abendsportfest des SC Potsdam integriert, um die letzten internationalen Normen anzugehen.

Den Anfang machte allerdings am 9. Juni ein Neuling. Seit gut 1,5 Jahren bereichern die jungen Geher und Geherinnen des LC Eilenburger Land so manche Gehsportveranstaltung. Nun ist man auch als Veranstalter im Gehsport in Erscheinung getreten. Im Rahmen der Sparkassen Kinder- und Jugendspiele wurden Wettbewerbe im Bahngehen über 1000m, 2000m und 3000m ausgetragen. Das Angebot wurde vor allem von den eigenen Athleten genutzt, um ihr Können vor den Familien und Freunden präsentieren zu können. Besonders eilig hatte es Henriette Praters (LC Eilenburger Land). Sie absolvierte die 1000m in 05:36,52min. Die 2000m konnte Frederik Fromm (LC Eilenburger Land) mit 12:31,62min für sich entscheiden. Schnellster über die 7,5 Runden war Steffen Borsch vom SV Halle. Für ihn wurde nach gegangenen 3000m 13:03,51min gestoppt.

Einen Tag später trat ein weiterer Gehsportneuling in Erscheinung, mit dem 1. Beeskower Bahngehen. Dass Eilenburg und Beeskow an der selben Straße (B87), allerdings 150km entfernt, liegen, nutzte unter anderem Monika Schwantzer (TLZ Donnerskirchen) aus Österreich. Sie war, wie übrigens auch Steffen Borsch, bei beiden Veranstaltungen am Start. Der Weg zum Gehsport war für die Beeskower Veranstalter allerdings nicht allzu fern, handelt es sich doch dabei um den Heimatort von Olympiateilnehmer Hagen Pohle. 33 GeherInnen kamen dabei in den Genuss einer liebevoll organisierten Veranstaltung. Dazu kamen etliche Zuschauer, darunter auch einige Gehsportgrößen wie Christoph Höhne, Peter Selzer und Hans-Joachim Pathus. Einziges Manko waren die sehr hohen Temperaturen, welche die Wettbewerbe zu einer besonderen Herausforderung machten. Den Sieg über 1000m sicherte sich Zuzka Walter (ASV Erfurt) in 05:48,78min vor ihrer Trainingskameraden Laura Sophia Völkel mit 05:55,09min. Nach gut 5 Wochen Training präsentierten sich auch einige Athleten des Gastgebers (Leichtathletik in Beeskow) das bisher Erlernte. Am schnellsten unterwegs war dabei als Gesamt-Dritter William Wollenberg in 06:07,25min.

Mit dem selben Startschuss ins Rennen gingen auch die GeherInnen über 3000m und 5000m. An die Spitze des Feldes setzte sich sofort Johannes Frenzl (SC Potsdam) und siegte über 3000m in 13:25,53min. Die 5000m gewann Lena Riedel (ASV Erfurt) in 28:02,10min.

Der zweite Startschuss des Tages fiel für die 2000m und 10000m. Die lange Distanz war für 3 EM-Starter der letzte Wettkampftest. So zeigten Emilia Lehmeyer (Polizei SV Berlin), Teresa Zurek und Hagen Pohle (beide SC Potsdam) nochmals ihr Können. Zwei Tage vorher kehrten sie übrigens aus einem Trainingslager in Oberhof zurück. Bei deutlich über 30°C konnten alle trotzdem ordentliche Leistungen auf die Bahn bringen. Hagen Pohle war über die 25 Runden am Schnellsten in 41:14,08min. Dahinter zeigte sich Leo Köpp (LG Nord Berlin)mit 43:23,88min in guter Form, nachdem er sich bei den Deutschen Hallenmeisterschaften am 3. März verletzte und eine längere Pause hinter sich hat. Emilia Lehmeyer ging in 46:54,21min zu einer neuen persönlichen Bestleistung. Teresa kam als 2. Frau nach 47:57,83min ins Ziel.

Die 2000m war der zahlenmäßig am stärksten besetzte Wettbewerb. Eigentlich wollten die Athleten des SC Potsdam um Julia Richter die Norm für die U20-Weltmeisterschaften angehen, entschieden sich aber auf Grund der Wetterbedingungen kurzfristig um und absolvierten einen Unterdistanztest. So absolvierte Niklas Richter die 5 Runden in 08:24,54min vor Jakob Johannes Schmidt mit 08:37,59min. Dahinter zeigte auch Julia Richter mit 08:58,22min eine gute Zubringerleistung. Stark unterwegs war auch die erst 15-jährige Mathilde Frenzl. Schon nach 09:18,49min überquerte sie die Ziellinie.

Die Wettbewerbe in Eilenburg und Beeskow gehen übrigens in der GEHER-TEAM Mannschaftswertung ein.

Am 10. Juni ging es aber auch um Meistertitel. So fanden in Halle/Saale die Bezirksmeisterschaften statt. Einziger Starter über 1000m war Nils Tamme (SV Halle). Er ging 07:29,40min. Das 2000m Bahngehen gewann Elena Breitschuh (Sport- und Spielverein Eisleben) in 12:50,89min. Das 3000m Bahngehen bot einiges an Spannung. Gleich 3 Geherinnen blieben knapp unter 18 Minuten. Die Nase vorn hatte am Ende Lena Schneider (SV Halle) mit 17:46,16min. Dahinter kamen Leonie Luise Franke mit 17:52,86min und Henriette Wolf (beide ASV Sangerhausen) mit 17:57,71min ins Ziel.

Am Mittwoch ging es dann nochmals um Normen. Kurzfristig wurde ein 10000m Bahngehen ins Abendsportfest des SC Potsdam integriert. In den vergangenen Wochen wollte es das Wetter immer etwas zu gut, die Temperaturen orientierten sich regelmäßig an der 30°C-Marke. Nicht die besten Bedingungen, um schnelle Zeiten zu gehen. Dies war am 13. Juni in Potsdam anders. Bedeckter Himmel und angenehme Temperaturen. Diese nun letzte Chance wollte Julia Richter nutzen, um noch die Norm für die U20-Weltmeisterschaften in Tampere/FIN (48:45,00min) zu unterbieten. Unterstützt wurde sie dabei von Nils Brembach und Teresa Zurek, welche als Tempomacher fungierten. Dies zeigte Erfolg. Im Ziel zeigte sich Julia nach 48:24,28min äußerst froh und erleichtert, es nun nach etlichen Anläufen noch geschafft zu haben. Die Bedingungen nutzten auch Niklas Richter und Johannes Frenzl (alle SC Potsdam), um zu neuen Bestleistungen zu gehen. Für Niklas wurden 44:09,62min gestoppt, für Johannes 44:12,68min. 

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