GEHER-TEAM Deutschland e.V.

Sie befinden sich hier:  Nachrichten » Nachrichten

Vorgestellt...

...Julia Richter vom SC Potsdam.

Autor: Hagen Pohle
Kategorie: Nachrichten
201812Jul

In den kommenden beiden Wochen finden die internationalen Meisterschaften in den Nachwuchsklassen statt. Bei den U18-Europameisterschaften im ungarischen Györ treten Johannes Frenzl und Jakob Johannes Schmidt (beide SC Potsdam) im 10000m Bahngehen der männlichen Jugend an. Dies ist gleichzeitig der Qualifikationswettkampf für die Olympischen Jugendspiele, welche im Oktober in Buenos Aires/ARG stattfinden. Bei den Weltmeisterschaften der unter 20-jährigen geht Julia Richter (SC Potsdam) im 10000m Bahngehen an den Start. Die U20-WM findet in Tampere/FIN statt. Wir werden euch in den kommenden Tagen die deutschen Vertreter etwas genauer vorstellen.

Julia Richter ist eine der erfahrensten Athletinnen im DLV-Aufgebot. Schon bei der U18-WM 2015 in Cali/COL, bei der U18-EM 2016 in Tiflis/GEO und bei der U20-EM 2017 in Grossetto/ITA war sie im Trikot der deutschen Nationalmannschaft am Start. In Tiflis reichte es für Platz 5, im vergangenen Jahr in Grosseto für Platz 6. Da sollte im letzten Jugendjahr die Norm für den internationalen Höhepunkt kein Problem werden. Es kam allerdings anders. Erst im letzten Anlauf gelang Julia der Sprung ins DLV-Aufgebot. Nun will sie in Tampere/FIN voll angreifen.

GEHER-TEAM: Hallo Julia, Herzlichen Glückwunsch zur Nominierung für die U20-Weltmeisterschaften in Tampere/FIN. Dies ist dein 4. Einsatz bei einer internationalen Meisterschaft, der Weg dahin war allerdings schwieriger als erwartet. Nachdem du im Verlauf der Saison mehrmals deutlich an der Norm vorbeigegangen bist, konntest du im letzten Moment die Chance nutzen, und unterbotest am 13. Juni in Potsdam die geforderte Norm. Wie hast du die Saison bisher erlebt und wie hast du den dadurch entstehenden Druck verarbeitet?

Julia Richter: Vielen Dank! Ja, das kann man wirklich laut sagen. Ich hatte mir das Jahr natürlich etwas anders vorgestellt. Da ich im vorherigen Jahr die Norm schonmal unterbieten konnte, war ich mir anfangs sicher, dass ich es auf jeden Fall schaffen kann. Dass es dann wirklich so knapp wird, hätte ich nicht vermutet. Die ersten Wettkämpfe liefen leider nicht so wie ich es mir erhofft hatte, jedoch war ich optimistisch, dass ich die nächsten Chancen noch für mich nutzen kann. Als ich dann mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, wurde der Druck natürlich immer höher, so dass ich am Ende schon nicht mehr daran geglaubt habe. Trotzdem habe ich mich nicht aufgegeben und mich immer wieder diesem Druck gestellt. Das hat sich gelohnt. Als ich fast aufgehört hab an mich zu glauben, hatte ich Menschen die absolut hinter mir gestanden haben. Vorallem meine Familie, meine Trainerin und meine Freunde. Sie wussten, dass ich das schaffen kann und das hat micht total gepusht. Ich kann es nur allen Sportlern raten, bis zum letzten Moment zu kämpfen. Es wird sich auszahlen.

GEHER-TEAM: Nach dem Blick zurück, nun der Blick nach vorn. Am Samstag gehst du im schönen Stadion in Tampere an den Start, um dich über 25 Runden mit den weltbesten Geherinnen deines Alters zu messen. Was hast du dir dafür vorgenommen?

Julia Richter: Ich geh jetzt natürlich viel lockerer an den Wettkampf ran, da es hier nicht mehr um eine bestimmte Zeit geht. Natürlich wäre es schön meine Zeit zu verbessern. In allererster Linie nehme ich mir aber erstmal vor, eine bessere Platzierung als beim Weltcup in China zu erreichen. Wie weit es dann nach vorne geht, wird der Wettkampf mit sich bringen. Aber ich werde alles geben, um mein Land bestmöglich zu vertreten.

GEHER-TEAM: Von den Sportlern hört man immer wieder von der besonderen Motivation und der besonderen Athmosphäre einer intenationalen Meisterschaft. Du hast nun diverse Meisterschaften erlebt, was macht für dich das Besondere aus und wann kommt bei dir das WM-Gefühl auf?

Julia Richter: Ja, gerade mit der Qualifikation für ein solches Ereignis, steigt die Motivation sehr. Das Training läuft besser, weil man wieder ein Ziel vor Augen hat. Man ist Teil eines Teams, welches aus den besten Athleten Deutschlands besteht und man hat die Chance sich mit den besten Athleten der Welt zu messen. Ich denke, das ist es, was eine internationale Meisterschaft ausmacht. Der Zusammenhalt, das gemeinsame Ziel und der gemeinsame Kampf oben anzukommen. Das WM-Gefühl kommt da meist schon sehr früh auf. Man freut sich auf die gemeinsame Reise und man ist stolz das Land repräsentieren zu können.

GEHER-TEAM: Du befindest dich bereits in Tampere. Wie ist dein erster Eindruck, und wie verbringst du die Zeit bis zum eigenen Wettkampf?

Julia Richter: Tampere ist wirklich sehr schön. Unser Hotel ist nur ca. 500m vom Stadion entfernt. Deswegen werde ich die anderen aus meinem Team anfeuern und natürlich noch trainieren, um optimal auf den Wettkampf vorbereitet zu sein.

GEHER-TEAM: Du hast vor knapp 4 Wochen deine mündliche Geschichtsprüfung mit sehr gut absolviert. Damit neigt sich deine schulische Laufbahn, auch wenn im gestreckten Verfahren, langsam dem Ende. Wann steht bei dir der Abschluss an und hast du schon einen Plan für danach?

Julia Richter: Meine schulische Laufbahn werde ich "erst" in 2 Jahren beenden. Somit ist es wesentlich entspannter die letzten 3 Prüfungen in 2 Jahren zu absolvieren. Wie es dann für mich weitergeht, weiß ich noch nicht.

GEHER-TEAM: Vielen Dank, dass du dir kurz vor deinem Jahreshöhepunkt die Zeit genommen hast, uns einige Fragen zu beantworten. Wir wünschen dir viel Erfolg!

Julia Richter: Kein Problem, Vielen Dank!

 

Das Interview für das GEHER-TEAM Deutschland führte Hagen Pohle.

 

Julia Richter startet im 10000m Bahngehen am Samstag um 8:35 Uhr (MESZ).

Verwandte Links

Nachrichten

    

September 2018

MoDiMiDoFrSaSo
272829303112
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930