Deutscher Gehernachwuchs im Kampf um Medaillen
Quelle: leichtathletik.de
Trio macht die Medaillen unter sich aus
Aus fünf Geherinnen über 3.000 Meter wurde irgendwann ein Trio mit Anni Schenk (TSV Dresden), Kalinda Marie Achazi (DJK Novesia Neuss) und Nila Czogalla (Erfurter LAC), die die Medaillen unter sich ausmachen sollten. Etwa 200 Meter vor dem Ziel konnte sich Kalinda Marie Achazi etwas absetzen und den Titel in neuer Bestzeit von 16:06,27 Minuten holen. Als Zweite erreichte die Jahresbeste Anni Schenk in 16:08,27 Minuten das Ziel.
„Die Bedingungen waren schwierig. Einerseits weil es so spät war und eher ungewohnt, anderseits wusste ich, es wird ein taktisches Rennen. Im Endeffekt muss ich eher anziehen, weil ich wusste, dass Kalinda einfach stärker ist auf den letzten Metern. Dafür war es okay und die Zeit war auch nicht schlecht. Die Bedingungen waren einfach nicht da für eine PB“, resümierte die Zweitplatzierte, die erst vor knapp zwei Jahren mit dem Gehen begonnen hat. Bronze erreichte Nila Czogalla in 16:14,52 Minuten.
Maßarbeit von Nika Helene Illing
Das 5.000 Meter Bahngehen gewann Grace Wagener (VfL Sindelfingen) in 24:36,81 Minuten vor Pia Kurzendörfer (LC Eilenburger Land) in 25:26,97 Minuten und Clara Heinzl (SSC Bad Sooden-Allendorf) in 25:53,89 Minuten. In der Jugend U20 nahm Nika Helene Illing (LSV 1971 Ilmenau) ihr Herz in die Hand und ging nicht nur dem Meistertitel entgegen. Sie hatte noch dazu eine Zeit von 23:15,00 Minuten vor Augen. Das ist nämlich die Norm für die U20-WM in Eugene (USA; 4. bis 9. August). Eingangs der Zielgerade hatte sie nur noch die Uhr im Blick, die sich immer weiter der Normzeit näherte.
Im Ziel musste sie dann lange warten, ehe ihre Zielzeit angesagt bzw. angezeigt wurde. Nach der Bekanntgabe war ihr die Erleichterung ins Gesicht geschrieben, sogar ein paar Tränen kullerten, ob ihrer Bestzeit von 23:14,58 Minuten. „Klar, habe ich mir das gewünscht, aber wenn man es dann sieht, ist es doch schon krass. Die letzten zwei Runden waren ganz schön anstrengend, aber vor allem die letzten 30 Meter konnte ich eigentlich nicht mehr und am Ende habe ich nur noch gehofft, dass es von der Zeit passt“, sagte die Siegerin, die damit auch auf ein WM-Ticket hoffen kann. Zweite wurde Trainingspartnerin Maria-Lena Carniel (ASV Erfurt; 23:31,14 min). Bronze ging an Mia Bandoly (SCC Berlin; 24:25,07 min).
Alexander Schwarz (ASV Erfurt) hat seine erst bei den Landesmeisterschaften in Arnstadt aufgestellte Bestzeit im 5.000 Meter Bahngehen nochmals unterboten. Er durfte sich in 21:50,31 Minuten über den Deutschen Meistertitel freuen. Obendrauf gab es noch das EM-Ticket für Rieti. „Wir sind schon sehr zügig angegangen, aber Valentin [Kräling] hat das schon sehr, sehr stark gemacht. Auf den letzten fünf Runden habe ich mein Herz in die Hand genommen“, sagte der 15-Jährige, der die familiäre Unterstützung von der Tribüne auf der Bahn spürte und sich dankbar zeigte. Auf Rang zwei folgte Valentin Kräling (TSV Bayer 04 Leverkusen) in 22:03,86 Minuten. Dritter wurde Paul Alberto Gutierrez Müller (Erfurter LAC; 24:20,69 min). In der Jugend U20 siegte Felix Aßmus (Erfurter LAC) in 24:34,41 Minuten vor Jakob Kellen (Diezer TSK Oranien; 25:30,87 min).

